Und hier endlich wieder ein richtiges Status-Update, diesmal mit der wunderbaren Beduinen-Band aus dem “Valentine Inn” in Petra (wo sich die Backpacker treffen und die Einheimischen Alkoholika in dezenten Plastiksäcken kaufen).
Mit Abstand das Beste an Syrien sind die unglaublich freundlichen Menschen. Auf der Strasse, aus Laeden und sogar vorbeifahrenden Autos wird man angequatscht oder wenigstens mit einem freundlichen “Welcome to Suria” begruesst. Diese unglaubliche Gastfreundschaft und die Freude darueber, dass einen Auslaender besuchen kommen, kann man nicht fotografieren – deshalb hier ein paar andere Eindruecke.

Rauchen war selbstverstaendlich erlaubt.

Naeher im Souk von Damaskus (Ruuds Portemonnaie und Phils Tasche mussten repariert werden)

Gut im Schuss: Oeffentlicher Verkehr a la syrienne

Farbenfroh: Geldwechsel-Schalter fuer afrikanische Waehrungen
Eine der grossen offenen Fragen seit Anfang der Reise war, ob wir nach Syrien hineinkommen oder nicht. Denn das Visum kann man offiziell nur in der Schweiz erhalten, und dafuer blieb zwischen Ruuds Rueckkehr aus Asien und unserer Abreise nicht genug Zeit. Auf dem Konsulat in Istanbul hatten wir auch keinen Erfolg, an der Grenze dann aber das Glueck, einen gut gelaunten Beamten zu erwischen. Dieser konnte uns immerhin ein 72h-Transitvisum (fuer Stolze 60.-) besorgen – was unseren Aufenthalt in diesem grossartigen Land stark einschraenkte, uns dafuer aber Plan B (Schiff nach Zypern und von da nach Libanon und weiter nach Aegypten) und Plan C (mit dem Zug durch den Iran und – wenns ein Visum gibt – durch Saudiarabien) ersparte.
Als wir dann dort waren hatte aber dummerweise niemand Zeit, um mit uns ein Status-Update-Video zu drehen, da alle wahnsinnig fest mit demonstrieren beschaeftigt waren.
Wir verstanden jeweils nur die erste Haelfte der Schlachtrufe “Allah, Suria, badabadabadaba”, nehmen aber an, dass es hiess “Gott, Syrien – und endlich WC-Schuesseln”. Denn diese sind in dem ansonsten hervorragend funktionierenden Land noch Mangelware:
Nach unserer Freilassung in Istanbul (dem edlen Spender der Million Zimbabwe Dollar sei gedankt) konnten wir uns doch noch die Stadt anschauen. Zwei Tage spaeter fuhren wir dann per Bus nach Göreme in Kappadokien, wo die Menschen in lustigen Felstürmen wohnen. Beziehungsweise wohnten, denn jetzt sind in den meisten Türmen Hotels eingerichtet.

Galata-Bruecke in Istanbul: Fischen nach dem Dönertier

Und beim Gold-Döner landet dann der Fang…

Schicker Bahnhof mit Geschichte: Hayderpascha auf der asiatischen Seite Istanbuls

Türkischer Briefkasten: kommt uns irgendwie bekannt vor!

Frühling vor der Sultan-Ahmed-Moschee

Umfassendes Angebot an Fernbedienungen auf dem grossen Bazar

Bahnhof Kayseri: schon wieder Tee!

Falls jemand nach den letzten beiden Bildern immer noch glaubt, wir seien die ganze Zeit am saufen: hier der Beweis, dass das in den muslimischen Laendern gar nicht geht.

Fast wie auf der Schrattenfluh: Felslandschaft in Kappadokien

Rechts: Felsenkirche (11. Jh.), Links: Sonnenschirm (20. Jh.)

Kurz bevor wir die Tuerkei verliessen uebernahmen wir zusammen mit einer Koreanerin noch kurzfristig ein Bus-Unternehmen.
Although we spent some great days in Istanbul, we got kidnapped by catman and Garfield. May somebody please send them 1’000’000 Zambian Dollars!
(Ist natürlich alles nur seich, in Tat und Wahrheit sind wir ja schon lange in Göreme, wissen aber immer noch nicht, ob man uns nach Syrien herein lassen wird oder ob wir irgendwo ein Schiff suchen müssen, welches uns nach Ägypten mitnimmt…)
Den naechsten und letzten Halt auf dem Balkan machten wir in Sofia, der Hauptstadt Bulgariens.

Ankunft fruehmorgens in Sofia (weder die Uhr noch die Temperatur-Anzeige sind defekt!)

Fast zu gross um auf das Foto zu passen: Alexander Nevski Kathedrale.
(Leider auch nicht auf dem Bild: Joe aus den USA, der sich gerade wundert, dass man in Bulgarien das gleiche Gemüse isst wie in Seattle.)

Blick auf das Zentrum (das Haus hat die Firma “Callier – maitre chocolatier suisse” blau angemalt, die Taxis waren schon immer gelb)

Davide aus Quebec freut sich ueber die handliche Groesse der bulgarischen Bierflaschen.

Im Ausgang wo nur die Einheimischen sind: “Club Trizit Tri” (hier waere eigentlich eine Tonaufnahme interessanter als ein Bild von uns – fuer das Mikrofon der Digikamera war´s aber viel zu laut in dem Laden).
Auch diesmal haben wir keinen Aufwand gescheut um unsere Gruesse nach Hause zu schicken und sind extra mitten in der Nacht aufgestanden und an einen Kiosk gegangen, um das Status-Update aus Bulgarien aufzunehmen!
Hier noch ein paar Schnappschuesse aus Belgrad – alles andere hat Lad ja schon im Video erklaert!

Auch wir halten uns an die UN-Resolution und schiessen von unserer Stellung in Serbien aus Richtung Libyen

Malerisch dank Bemalung (aber auch sonst ganz huebsch): Gasse in der Altstadt

Etwas weniger huebsch: Plattenbauten in einem Vorort

Fuer alle, die sich immer gefragt haben, wie die “Jugos” in die Schweiz kommen…

Aleksandar klaert Ruud ueber historische Details der Belgrader Altstadt auf

An die Fussballfans zu Hause: der Typ in der Mitte spielt offenbar bei “Roter Stern Belgrad” und ist beruehmt, vielleicht weiss ja jemand, wie er heisst? (Er wusste allerdings auch nicht, wie wir heissen und dass wir bei “Friedli & Fraenz Kilbimusig spielen”)

Das absolute Highlight im Belgrader Militaermuseum war in der Abteilung “Beutestuecke, die albanischen Terroristen abgenommen wurden” dieses gute alte Schweizer Vierfrucht-Pyjama mit einem UCK-Aufnaeher (daneben uebrigens auch noch ein Sturmgewehr 90!)
In der serbischen Hauptstadt Belgrad haben wir den JiuJitsu-Kaempfer Lad und seinen Kumpel Aleksandar getroffen, welche uns die Stadt zeigten und mit Kaffee, Panini und Bier versorgten – und natuerlich vor dem Nationaltheater das naechste Status-Update drehten!
Bilder aus Belgrad liefern wir dann naechstens noch nach…
Nach dem ja die Wiener Pop-Legende Birgit Denk im letzten Post bereits glaubwuerdig erklaerte, dass es uns blendend geht, hier noch ein paar Fotos aus der ersten Stadt unserer kleinen Afrika-Tour (eigentlich ist Wien ja die zweite Stadt, aber in Zuerich waren wir nur etwa eine Stunde und verbrachten diese ausschliesslich mit einem kettenrauchenden Aegyptischen Krebs-Arzt in der Brasserie Federal, und das gibt irgendwie keinen ganzen Blog-Post…)

Rechts: die weltberuehmte Staatsoper
Links: Wegweiser zur amerikanischen Botschaft

Oben: die Strassenbahn
Unten (und deshalb nicht im Bild): die Unterpflaster-Strassenbahn (nennen die tatsaechlich so…)

Sehr praktisch: Opern-WC mit Musik!

Schwierig: Parkplatzsuche in Wien

Handlich: Wiener Schnitz’l in einem Garten-Beisl

Gehoert natuerlich auch dazu: Knoed’l

Hofburg: gefaehrlich fuer Fussgeher

Definitiv nicht Zentral: der Zentralfriedhof (Ruud konnte trotz verzweifelter Suche das Grab von DJ Oetzi nicht finden; es ist also zu befuerchten, dass der immer noch lebt. Beethoven, Schubert, Falko und die anderen Joggis sind aber sauber verlocht, das haben wir kontrolliert.)

Schloss Schoenbrunn: Sissi war leider nicht zuhause, ebensowenig der Franz’l

Und weil’s gleich um die Ecke liegt waren wir am Freitag zum Mittagessen noch kurz im slowakischen Bratislava, dort sieht es so aus. Und es regnet.






